Dienstag, 27 Dezember 2016 07:50

EU-Projekt zum Cloud-Computing abgeschlossen

Online-Reisen buchen, an Bildern basteln oder Texte verarbeiten – möglich machen das Programme, die für jeden zugänglich auf Rechnern irgendwo auf der Welt liegen, in den sogenannten Clouds. Das zukunftsweisende Geschäft geht auf, solange nicht mehr Leute gleichzeitig auf eine Software zugreifen als erwartet. Und das passiert schnell auf dem vernetzten Globus. Sofort muss der Anbieter entscheiden: Rechnerkapazität dazukaufen oder das Programm bricht zusammen. Bis jetzt. Das Software-Institut paluno entwickelte gemeinsam mit IBM, intel und SAP die CloudWave-Verfahren, die erstmals einen Kompromiss ermöglichen.

Cloud-Computing nimmt im Zeitalter der Digitalisierung immer weiter zu, es gehört zu den wichtigsten Trends der Unternehmens-IT und birgt ein entsprechend stark wachsendes Marktvolumen. „Um das Potenzial dieser Technologie voll auszuschöpfen, müssen sich Software und Cloud enger aufeinander abstimmen“, erläutert der Projektleiter Dr. Andreas Metzger aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klaus Pohl. „Die CloudWave-Verfahren erkennen selbstständig, wann und wie sich ein Programm anpassen oder sich die Cloud samt ihrer Speicherplätze und Rechenkapazität umstrukturieren muss, um Konflikte zu vermeiden.“

Cloud-Betreiber können ihre Rechner damit optimal auslasten und Software-Anbieter zuverlässige und kalkulierbare Dienste anbieten, denn selbst wenn die Rechenleistung letztlich an ihre Grenzen stößt, bricht ein Programm, das mithilfe eines CloudWave-Gerüsts aufgebaut wurde, nicht zusammen: „Es schaltet automatisch, diejenigen Teile ab, die nicht unbedingt benötigt werden.“ Für eine womöglich kostenlose Leistung muss der Anbieter so weder Mehraufwand noch Image-Schäden hinnehmen.

„Exzellent“, werten Fachgutachter das Ergebnis aus drei Projektjahren, welche die EU-Kommission mit 6,3 Millionen Euro förderte. Einsetzbar ist CloudWave sofort: Versierte finden dazu alles online beispielsweise im OpenStack, alle anderen müssen sich gedulden bis Unternehmen diese Technologie kommerzialisieren.

 

Quelle: Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen