Mi, 22. Jan. 2020

Big-Data-Plattform für Seehäfen

© paluno

Seehäfen sind wichtig für den internationalen Handel und werden immer digitaler. Eine Big-Data-Plattform soll mit Hilfe von Künstliche Intelligenz (KI) die Automatisierung an Häfen etablieren. Das Projekt „DataPorts“ wird vom Institut paluno gemeinsam mit europäischen Partnern entwickelt.

In großen Seehäfen hat die digitale Transformation längst Einzug gehalten. Es gibt mobile Apps für die Koordination der Spediteure. Internet-of-Things-Systeme dienen dazu, die Aktivitäten und die Infrastruktur im Hafen zu überwachen und zu verwalten. Der nächste Schritt wird eine umfassende Automatisierung der Terminals durch KI sein. Bisher läuft in weniger als 3 Prozent der Terminals das Laden und Löschen automatisch ab.

Das soeben gestartete Projekt DataPorts will mit einer neuartigen Big-Data-Plattform eine vertrauenswürdige und sichere Umgebung bieten, in der alle Akteure im Hafen ihre Daten teilen und austauschen können. DataPorts schafft damit die Basis für vielfältige datengetriebene KI-Anwendungen – so z.B. für autonome Roboter, die in den Terminals schwere und gefährliche Aufgaben übernehmen. Aber auch neue Geschäftsmodelle sind denkbar, wenn die Häfen ihren Datenschatz besser nutzen können.

paluno wird die Technik des Ensemble-Deep-Learnings einbringen. Dabei werden die Prognosen verschiedener neuronaler Netze kombiniert, was die Prognosegenauigkeit erhöht.

Die Umsetzung wird an den Häfen von Valencia und Thessaloniki demonstriert und getestet. Das von der EU geförderte Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt.

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