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Mi., 12. Sept. 2018 Stewen, Lara
Klima- und Handelspolitik verbinden
Die Hitzerekorde weltweit lassen die Rufe nach einer gemeinsamen Klimapolitik wieder lauter werden. Auf der Suche nach nachhaltigen und kostengünstigen Konzepten, die von möglichst vielen Ländern akzeptiert werden, spielen auch wissenschaftliche Modelle eine Rolle. Mit diesen beschäftigt sich die diesjährige Ruhr Graduate Summer School an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Sie findet vom 17. bis 21. September statt und zieht Teilnehmende aus dem In- und Ausland an. „Wenn klima- und handelspolitische Maßnahmen untersucht werden, helfen allgemeine Gleichgewichtsmodelle. Diese erlauben es, volkswirtschaftliche Kosten und Nutzen sowie die Auswirkungen für einzelne Länder abzuschätzen “, erklärt Prof. Dr. Volker Clausen, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaftsbeziehungen. „Mit diesen Modellen können beispielsweise die Folgen einer CO2-Steuer auf die Branchenstruktur, die Beschäftigung und die Einkommensverteilung analysiert werden.“ Die Teilnehmenden lernen, wie man diese anspruchsvollen Modelle mit einer besonderen Software und speziellen Datensätzen nutzt. „Das Ziel unserer Sommerschule ist es, jüngere Entwicklungen der Grundlagenforschung möglichst zügig in die wissenschaftliche Politikberatung zu übertragen“, so Clausen. „Deswegen genießt sie international einen hervorragenden Ruf. Unsere Gäste nehmen teilweise eine sehr lange Anreise auf sich, um teilnehmen zu können. In diesem Jahr kommen sie u.a. aus den USA, Südafrika und Süd-Korea und aus zahlreichen europäischen Ländern.“ Die Sommerschule gehört zur Ruhr Graduate School in Economics. Dieses Promotionsprogramm in der Volkswirtschaftslehre wird von den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen sowie dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung gemeinsam getragen. Die zugehörige Pressemeldung der UDE finden Sie hier.
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