Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Im Laufe der letzten Jahre sind die ökonomischen Herausforderungen vielfältiger und komplexer geworden. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften greift die sich daraus ergebenden relevanten Themen auf und analysiert sie aus verschiedenen Perspektiven.
Da es offensichtlich ist, dass die effiziente Gestaltung von wirtschaftlichen Strukturen und Prozessen nicht ohne eine entsprechend ausgerichtete Informatik auskommt, ist die Losung der Fakultät "Vernetzung der Disziplinen", die er zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat: Die Verflechtung der
Betriebswirtschaft |
wie sie in Essen praktiziert wird, ist ein klarer Wettbewerbsvorteil am universitären Standort Deutschland. Die eingenommenen Perspektiven finden Eingang sowohl in die Forschung als auch in die Lehre; Forschung und Ausbildung sind interdisziplinär und empirisch ausgerichtet.
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Mitteilungen der Fakultät
15. bis 19. März: Sechste „Summer School“ der Ruhr Graduate School in Economics
Die Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ), veranstaltet vom 15. bis 19. März die sechste Summer School unter dem Motto "Energy and Climate Policy Modeling with GAMS and MPSGE" an der Universität Duisburg-Essen. Im Mittelpunkt der fünftägigen Veranstaltung am Campus Essen stehen wirtschaftspolitische Themen, insbesondere Energie- und Umweltpolitik.
Anknüpfend an die derzeitigen Diskussionen über Umweltschutz und Klimarettung in den Medien vermitteln Professor Dr. Christoph Böhringer, Experte für Wirtschaftpolitik an der Universität Oldenburg, und Professor Dr. Volker Clausen, Lehrstuhlinhaber für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Duisburg-Essen, ihr Fachwissen einem interessierten Publikum aus dem europäischen Ausland und sogar aus Japan, Ecuador und Mexico.
Basierend auf den Grundlagen der Mikroökonomik bietet der Workshop eine Einführung in die numerischen allgemeinen Gleichgewichtsmodelle und lehrt den Teilnehmern diese mit einer speziellen Software zu implementieren und in der Praxis anzuwenden. „Diese Modelle werden in der Umwelt-, Energie- und Klimaschutzpolitik, in der Analyse von Reformen im Sozialversicherungssystem verwendet, bis hin zur Abschätzung der Wirkungen von Entwicklungshilfe.“ erklärt Prof. Clausen.
Darüber hinaus werden die aktuellen Fragen der Energie- und Klimapolitik anhand vielseitiger Publikationen in internationalen Fachzeitschriften diskutiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie die Förderung erneuerbarer Energien, der Ausstieg aus der Kernenergie, die Umsetzung der ökologischen Steuerreform oder die Gestaltung des internationalen Emissionshandels.
Prof. Clausen freut besonders, neben Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern von Universitäten in diesem Jahr ebenso Teilnehmer aus hochgeschätzten Wirtschaftsforschungsinstituten und der Politikberatung gewonnen zu haben. „In der RGS Econ, der Fachschule der Universitäten Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen, wird bereits seit einigen Jahren der intensive Kontakt zum beiderseitigen Vorteil gepflegt.“
Für weitere Informationen: http://www.ruhr-econ.de/
Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie
Zur Würdigung hoher Qualität bei der wissenschaftlichen Umsetzung und Präsentation der Forschungsergebnisse ist die Studie „Langzeiteffektivität und Kosteneffektivität des Einsatzes der HPV-DNA-Diagnostik in der Zervixkarzinom-Früherkennung in Deutschland: ein entscheidungsanalytischer Ansatz“ von G. Sroczynski et al. mit einem von drei Wissenschaftspreisen der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (DGGÖ) ausgezeichnet worden.
Die HTA-Arbeit für das DIMDI ist unter der Leitung der UMIT Universität Hall in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen entstanden. Die Verleihung fand am 2. März 2010 im Rahmen der Jahrestagung der DGGÖ in Berlin statt.
Neu an der Fakultät: Prof. Dr. Volker Gruhn
Prof. Dr. Volker Gruhn hat den Ruf als Professor für Software Engineering im Fachbereich Informatik an der Universität Duisburg-Essen angenommen. Damit verstärkt die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ihr Institut für Informatik und Wirtschaftsinformatik (ICB) um einen weiteren Hochschullehrer vornehmlich in dem Bereich Mobile Anwendungen.
Prof. Gruhn studierte an der Universität Dortmund Informatik und promovierte dort im Bereich Softwaretechnik zum Thema „Validation and verification of software process models“. Im Anschluss an seine Tätigkeit am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik, arbeitete der Wittener als Mitglied der Geschäftsführung bei einem Softwarehaus der Veba AG. 1997 nahm Gruhn den Ruf zur Professur für Praktische Informatik an der Universität Dortmund an. Von 2002 bis 2010 arbeitete Gruhn als Hochschullehrer für Angewandte Telematik/e-Business an der Uni Leipzig.
Jetzt führte ein Ruf der Universität Duisburg-Essen den Gründer der Dortmunder adesso AG in die Ruhrmetropole zurück. Am 08.02.2010 trat Prof. Gruhn seinen Dienst an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an. „Die Entscheidung dem Ruf zu folgen fiel mir keineswegs schwer“ sagt der 46-Jährige und betont in diesem Zusammenhang nicht nur den interessanten Forschungsbereich, sondern ebenso die Kollegen, die enge Zusammenarbeit mit Ihnen und den Standort der Universität.
Prof. Gruhn übernimmt den Lehrstuhl für Software Engineering. „Unsere Aufgabe ist es, möglichst risikoarme und flexible Software zu bauen, die gerade in Zeiten globaler Veränderungen bestehen kann. Dabei entwickeln wir keine Druckertreiber, sondern an die fachlichen Bedürfnisse verschiedener Unternehmen geknüpfte Werkzeuge.“ erklärt Professor Gruhn. Der Forschungsschwerpunkt des neuen Lehrstuhlinhabers bezieht sich auf mobile Anwendungen. „Das I-Phone beispielsweise ist nicht bloß eine Männer-Spielerei, viel mehr ein unaufhaltsamer Trend, der zusehend an Bedeutung gewinnt.“
Zukünftig wird Prof. Dr. Gruhn in der Vorlesung „Software Engineering“ allen Bachelor-Studenten allgemeine Grundlagen vermitteln und im Masterstudiengang zum Thema „Spezifikation“ lehren.
Dr. Dirk Loerwald erhält Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung
Am Dienstag, 2. März, überreicht Prof. Dr. Thomas Retzmann, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung und Lehrstuhlinhaber für Didaktik der Wirtschaftslehre den begehrten jährlichen Förderpreis. Ausgezeichnet wird die beste Promotion, die der Förderung ökonomischer Bildung in Deutschland dient. Dieses Jahr geht die Ehrung an Dr. Dirk Loerwald für seine Dissertation zum Thema „Anreize im deutschen Schulwesen: Eine problemorientierte Analyse aus ökonomischer Sicht“.
Das Preisgeld der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung e.V. und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft liegt bei 1000 €.
Die Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung geht zurück auf die 1978 gegründete Bundesfachgruppe für ökonomische Bildung. Wesentliche Ziele der Gesellschaft sind die Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung ökonomischer Bildung, die Verankerung und der Ausbau der ökonomischen Bildung in der Schule, die Förderung der Lehrerbildung für die ökonomische Bildung. Seit März 2009 ist Professor Thomas Retzmann Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft.
ConPract: 22 Top Arbeitgeber trafen Studenten, Absolventen und Young Professionals
22 Unternehmen präsentierten sich im Januar auf der Recruiting-Messe mit Messeständen, Firmenportraits, Einzelgesprächen und ihren Stellenangeboten. Rund 300 Studierende und Absolventen unterschiedlichster Fakultäten nutzten die Chance, um zukünftige Arbeitgeber direkt „am Stand“ kennen zu lernen.
Eine elektronische Visitenkarte, entwickelt durch eine interdisziplinäre Gruppe von Studierenden der Fakultät Wirtschaftswissenschaften, ermöglichte Unternehmen und Studierenden, Lebensläufe und Bewerbungen vorab und direkt vor Ort miteinander auszutauschen. Olga Spivak von der Univativ GmbH ist zufrieden: „Wir haben genau mit unserer Zielgruppe sprechen können.“
„Essen steht im Zeichen der Kulturhauptstadt 2010 und durchlebt einen Wandel“, betont Peter Eifler, Veranstalter der ConPract. „Die Stadt Essen ist ein interessanter Standort für Unternehmen. In diesem Sinne werden wir alles daran setzen, 2011 noch mehr Unternehmen zu präsentieren.“
Außergewöhnliches wagen
Regale einräumen im Einzelhandel oder Erzieher im Kindergarten unterstützen, das fanden Fabian (15) und Max (15) zu langweilig. Die Gymnasiasten aus Mülheim wollten etwas Ungewöhnliches tun: ihr Betriebspraktikum an der Uni absolvieren. „Wir wollen später gerne in die Forschung und selbständig arbeiten“ kommen Max und Fabian ohne Umschweife zur Sache.
Am Institut für Informatik und Wirtschaftsinformatik lernten die beiden vom 11. bis zum 28. Januar den Unialltag für Studierende, Doktoranden und Professoren näher kennen.
„In der Uni sind alle locker drauf. Wir kommen hier super zurecht“ erklärt Max. Mit Hilfe der Programmiersprache Java entwickelten die beiden Praktikanten ein eigenes Programm für einen Lego-Roboter. „Das Institut verfügt noch über ganz andere Sensoren, die man an den Roboter anschließen kann. Das macht sie noch interessanter“ erzählt Max von seinen Erlebnissen am ICB. „Über einen speziellen Lagesensor lässt sich der Roboter ganz bequem in jede beliebige Richtung steuern und kann dabei sogar mit einem Greifmechanismus Dinge aufheben und festhalten.“
Neben der Programmierung des „Robo“ standen auch Vorlesungen über Zufallszahlen oder Modelle der Informatik auf dem Stundenplan. Doch auch der anspruchsvolle Lehrstoff kann Fabian und Max nicht bremsen. Für beide steht fest, dass ihr außergewöhnliches Praktikum nicht der letzte Besuch an der Uni Duisburg-Essen war. In Zukunft werden die beiden an schülerorientierten Veranstaltungen der Hochschule teilnehmen, damit ihr ganz großes Ziel wahr wird: Forschen und selbständig arbeiten.
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