Dienstag, 20 November 2018 10:26

Säkulare Stagnation und Entwicklungsländer

Eine lange Phase mit geringem Wirtschaftswachstum, niedrigen Realzinsen und geringer Inflation erleben die Industrienationen seit der Finanzkrise. Wie wirkt sich das auf die Entwicklungsländer aus? Darüber diskutieren internationale Fachleute vom 16. bis 17. November in den Essener Weststadttürmen.

Eine solche Phase wird in der Theorie der säkularen Stagnation beschrieben. Sie geht davon aus, dass im Verhältnis zu den Ersparnissen zu wenig investiert und konsumiert wird. Das wirkt sich indirekt auch auf die Entwicklungsländer aus. Beispielweise geht die Nachfrage nach Rohstoffen zurück. Bei niedrigen Zinsen ist es für Entwicklungsländer aber auch verlockend, Kredite in Dollar oder Euro aufzunehmen, die sie u.U. nicht mehr abbezahlen können. Außerdem könnte die säkulare Stagnation auch die Abwanderung aus den Entwicklungsländern begünstigen.
Der Deutsch-Ägyptische Workshop "Development Economics versus Secular Stagnation – Are There Any Interdependencies?" geht diesen Zusammenhängen nach und sucht probate Gegenmittel. Organisiert wird er im Rahmen eines DAAD-Projektes, in dem die Germany University of Cairo, die Universität Ulm, die Ruhr-Universität Bochum und der Jean Monnet-Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, ins. Makroökonomie der UDE zusammenarbeiten.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ansgar Belke
Weitere Infos finden Sie hier.

Quelle: UDE