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Fr., 07. Nov. 2025 Fuchs, Sandra
Forschung zu neuen Arbeitswelten: Prof. Dr. Andrea Herrmann untersucht die Gig Economy
Wie verändern digitale Plattformen unsere Arbeitswelt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Andrea Herrmann, die seit dem 1. August neue Professorin für Arbeit, Personal & Organisation an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ist. Beim Jour fixe der Wissenschaften stellte sie ihre aktuellen Forschungsarbeiten und Projekte vor – mit einem besonderen Fokus auf die Gig Economy, also digitale Arbeitsmärkte, auf denen Menschen weltweit Aufträge über Plattformen annehmen.
Prof. Herrmann bringt dafür einen außergewöhnlich internationalen und interdisziplinären Werdegang mit: Nach Studien der European Business and Management Studies in Reims, Mailand und Reutlingen absolvierte sie einen Master an der London School of Economics und promovierte am European University Institute in Florenz. Forschungsstationen führten sie unter anderem an das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, die Columbia University in New York sowie an die Utrecht University und die Radboud University Nijmegen in den Niederlanden. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit einem ERC Consolidator Grant in Höhe von zwei Millionen Euro.
Die Gig Economy gilt als eine der spannendsten Entwicklungen moderner Arbeitsmärkte. In ihren Studien analysiert Herrmann große Datensätze, um zu verstehen, wie sich Erwerbsformen jenseits klassischer Beschäftigungsverhältnisse entwickeln – und welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamiken damit verbunden sind.
„Die Gig Economy ist ein faszinierendes Forschungsfeld, weil sie ökonomische, technologische und soziale Veränderungen auf einzigartige Weise miteinander verbindet“, erklärt Prof. Herrmann.
In der digitalen Arbeitswelt zählen weniger formale Abschlüsse oder Zertifikate, sondern vor allem Bewertungen, Profilreputation und algorithmische Rankings. Diese neuen Mechanismen bringen Chancen und Risiken zugleich mit sich: Während Plattformarbeit flexiblere Beschäftigungsformen ermöglicht, können sich Ungleichheiten – etwa zwischen den Geschlechtern oder zwischen Ländern – in digitaler Form fortsetzen.
Dass das Thema auch an der UDE auf Interesse stößt, zeigt die große Teilnehmerzahl beim Jour fixe und die Diskussionsfreude im Anschluss. Wir freuen uns mit Frau Prof. Dr. Herrmann eine neue Kollegin gewonnen zu haben, die offen für Zusammenarbeit und Kooperation ist und mit einem ausgewogenem Verhältnis aus neuer Energie, Erfahrung und Stabilität schon nach den ersten hundert Arbeitstagen neue Forschungsvorhaben angeht und der Lehre neues Leben einhaucht.
Mehr zum Lehrstuhl: https://futureofwork.wiwi.uni-due.de/
Mehr zu Prof. Andrea M. Herrmann: https://www.andrea-herrmann.eu/
Mehr zur Forschungsarbeit rund um Gig Economy: https://digital-work.eu/
Aktuelles:
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