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Mo., 19. Jan. 2026 Fuchs, Sandra
Familiärer Hintergrund und die Persistenz sozialer Ungleichheit
DAAD Gastprofessor Prof. Mikael Lindahl berichtet im Jour fixe der Wissenschaften über seine aktuelle Forschung.
Letzten Dienstag im Jour fixe der Wissenschaften hielt Prof. Dr. Mikael Lindahl, DAAD-Gastprofessor an der Universität Duisburg-Essen, einen spannenden Vortrag über die intergenerationale Weitergabe von Ungleichheit und die Rolle des familiären Hintergrunds für Bildungschancen und Lebenswege.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie stark Herkunft und familiäre Ressourcen tatsächlich chancenprägend sind. Prof. Lindahl erläuterte, dass intergenerationale Ungleichheit in der Forschung häufig unterschätzt wird, weil viele Studien nur den Einfluss der Elterngeneration betrachten. Wenn hingegen mehrere Generationen und der familiäre Kontext systematisch berücksichtigt werden, zeigt sich eine deutlich höhere Persistenz sozialer und wirtschaftlicher Positionen als bislang angenommen.
Ein besonderes Augenmerk legte Lindahl auf nicht direkt beobachtbare familiäre Faktoren, die vor allem am oberen Ende der Einkommens- und Bildungsverteilung eine große Rolle spielen. Diese Bereiche bieten weiterhin erheblichen Forschungsbedarf, um die Mechanismen hinter der Weitergabe von Vorteilen besser zu verstehen.
Zudem unterstrich der Vortrag die Bedeutung eines differenzierten Blicks auf Mobilität: Intergenerationale Mobilität variiert stark zwischen Ländern und zwischen verschiedenen Dimensionen wie Bildung und Einkommen.
Der Vortrag im Jour fixe bot wertvolle Einsichten in ein Thema, das zentrale Fragen zur Chancengleichheit und gesellschaftlichen Dynamik berührt.
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