Lecture

Unternehmensmodellierung 1

Name in diploma supplementEnterprise Modelling 1
Organisational Unit Forschungsgruppe Wirtschaftsinformatik und Unternehmensmodellierung (http://www.wi-inf.uni-duisburg-essen.de/FGFrank/)
LecturersProf. Dr. Ulrich Frank
SPW2LanguageGerman
Cyclewinter semesterParticipants at mostno limit

Preliminary knowledge

keines

Abstract

Die konzeptuelle Modellierung ist ein zentraler Gegenstand der Wirtschaftsinformatik. Sie zielt einerseits auf eine anwendungsnahe, für qualifizierte Anwender verständliche Beschreibung von Informationssystemen, andererseits stellt sie eine wichtige Grundlage der Systementwicklung dar. Vor dem Hintergrund aktueller Probleme und Herausforderungen, denen sich Unternehmen bei der Gestaltung, Einführung und Nutzung betrieblicher Informationssysteme gegenübersehen, wird zunächst die zentrale Bedeutung der konzeptuellen Modellierung verdeutlicht. Dabei werden grundlegende Begriffe wie Modell, konzeptuelles Modell und Modellierungssprache einer differenzierten Betrachtung unterzogen, bevor grundlegende Abstraktionen zur Modellierung von Software-Systemen vorgestellt werden.

Darauf aufbauend werden traditionelle Ansätze der konzeptuellen Modellierung wie z.B. das Entity Relationship Modell und die Strukturierte Analyse eingeführt. Daneben werden die Grundlagen der objektorientierten Modellierung sowie die Geschäftsprozessmodellierung eingeführt, bevor die Integrationsmöglichkeiten der verschiedenen Modellierungssprachen im Rahmen der Unternehmensmodellierung präsentiert werden.

Da der potenzielle Nutzen von konzeptuellen Modellen stark von ihrer Qualität abhängt, werden Kriterien zur Bewertung der Modellqualität und deren Anwendung kontinuierlich in der Veranstaltung thematisiert.

Die Vorlesung kann nur die grundlegenden Konzepte der Modellierung vermitteln. Das zur Erstellung anspruchsvoller Modelle nötige Abstraktionsvermögen kann nur durch praktisches Modellieren und eine kritische Bewertung der erstellten Artefakte erfolgen. Deshalb ist die Teilnahme an der begleitend angebotenen Übung erforderlich.

Qualification Targets

Die Studierenden

  • kennen die für die Unternehmensmodellierung i. e. S. erforderlichen Grundlagen
  • kennen grundlegende Abstraktionen der konzeptuellen Modellierung sowie korrespondierende Modellierungssprachen und sind in der Lage, diese zu erläutern und differenziert zu beurteilen
  • können auf wichtige Modellierungsprinzipien zurückgreifen, deren Bedeutung sie beurteilen können
  • sind in der Lage, verschiedene Anwendungszwecke der Modellierung zu erläutern und die Eignung unterschiedlicher Arten von Modellierungssprachen zu bewerten
  • können die Bedeutung von Geschäftsprozessen für Unternehmen und für die Entwicklung von Informationssystemen erläutern
  • sind in der Lage, Grundidee und Konzepte der Unternehmensmodellierung zu umreißen, und können diese mit den zuvor erarbeiteten Lehrinhalten in Beziehung setzen

Contents

Die konzeptuelle Modellierung ist ein zentraler Gegenstand der Wirtschaftsinformatik. Sie zielt einerseits auf eine anwendungsnahe, für qualifizierte Anwender verständliche Beschreibung von Informationssystemen, andererseits stellt sie eine wichtige Grundlage der Systementwicklung dar. Vor dem Hintergrund aktueller Probleme und Herausforderungen, denen sich Unternehmen bei der Gestaltung, Einführung und Nutzung betrieblicher Informationssysteme gegenübersehen, wird zunächst die zentrale Bedeutung der konzeptuellen Modellierung verdeutlicht. Anschließend werden traditionelle Ansätze der konzeptuellen Modellierung wie z. B. das Entity Relationship Modell und die Strukturierte Analyse eingeführt. Daneben werden die Grundlagen der objektorientierten Modellierung eingeführt.

Im zweiten Teil der Vorlesung wird die Betrachtung auf das Handlungssystem von Unternehmen ausgeweitet. Hierzu wird die Bedeutung von Geschäftsprozessen für Unternehmen aufgezeigt und die Modellierung von Geschäftsprozessen vorgestellt.

Die bisherigen Erkenntnisse werden dann gegen Ende der Vorlesung zusammengeführt, indem die Studierenden einen Ausblick auf die Unternehmensmodellierung erhalten, die die Modellierung von Informationssystem und Handlungssystem integriert.

Die Vorlesung kann nur die grundlegenden Prinzipien der Modellierung vermitteln. Das zur Erstellung anspruchsvoller Modelle nötige Abstraktionsvermögen kann nur durch praktisches Modellieren und eine kritische Bewertung der erstellten Artefakte erfolgen. Deshalb ist die Teilnahme an der begleitend angebotenen Übung erforderlich.

Gliederung:

  • Motivation und Grundlagen der Modellierung
  • Grundlegende Begriffe
  • Grundlegende Abstraktionen
  • Objektorientierte Modellierung
  • Geschäftsprozessmodellierung
  • Unternehmensmodellierung

Literature

  • Brodie, M.L. : On the Development of Data Models. In: Borgida, A.; Mylopoulos, J.; Schmidt, J. (Eds.): On Conceptual Modelling. Perspectives from Artificial Intelligence, Databases and Programming. Berlin, Heidelberg u.a. 1984, pp. 19–47
  • Chen, P.P.C.: The Entity-Relationship Model: Toward a Unified View of Data. In: ACM Transactions on Database Systems. Vol. 1, No. 1, March 1976, pp. 9–36
  • Frank, U.: Multiperspektivische Unternehmensmodellierung. Theoretischer Hintergrund und Entwurf einer objektorientierten Entwicklungsumgebung. München: Oldenbourg 1994
  • Hammer, M.; Champy, J.: Reeingineering The Corporation: A Manifesto for Business Revolution. New York: Harper Business 1993
  • Hesse, T., Mayr, H.C. (2008): Modellierung in der Softwaretechnik: eine Bestandsaufnahme. In: InformatikSpektrum, Vol. 31, No. 5, pp. 377–393

Teaching concept

Die Veranstaltung umfasst einerseits klassische Vorlesungen, in denen ein/e Dozent/in Inhalte erläutert und Fragen interaktiv diskutiert werden. Darüber hinaus sind die Studierenden aufgefordert, Inhalte z.B. mit Hilfe von angebotenen Videos, Screencasts, Online-Quizzes und interaktiven digitalen Lernsystemen selbständig zu erarbeiten oder zu wiederholen. Es handelt sich also um eine Vorlesung mit Blended Learning-Komponenten. Unterstützendes Feedback und Diskussionen zu Inhalten der Vorlesung erfolgen über die eingesetzten Lernplattformen sowie in den Präsenzveranstaltungen.

Participants

  • AI-SE Bachelor 2017>Vertiefungsstudium >Wahlpflichtbereich II >Wahlpflichtmodule aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik >Modul "Unternehmensmodellierung 1"5th Semester, Elective
  • BWL Bachelor 2006-V2013>Vertiefungsstudium >Wahlpflichtbereich >Bereich Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Wirtschaftsinformatik, Informatik >Vertiefungsbereich Wirtschaftsinformatik >Modul "Unternehmensmodellierung 1"4th-6th Semester, Elective
  • LA gbF/kbF BK Master 2014>Masterprüfung in der großen beruflichen Fachrichtung >Wahlpflichtbereich BWL, VWL, Recht, Statistik >Bereich BWL >Modul "Unternehmensmodellierung 1"1st-3rd Semester, Elective
  • LA gbF/kbF BK Master 2014>Masterprüfung in der kleinen beruflichen Fachrichtung >Wirtschaftsinformatik >Profil "Wirtschaftsinformatik" in der kleinen beruflichen Fachrichtung >Wahlpflichtbereich im Profil "Wirtschaftsinformatik" >Modul "Unternehmensmodellierung 1"1st-3rd Semester, Elective
  • VWL Bachelor 2013>Vertiefungsstudium >Wahlpflichtbereich >Bereich BWL, Recht, Wirtschaftsinformatik, Informatik >Vertiefungsbereich Wirtschaftsinformatik >Modul "Unternehmensmodellierung 1"4th-6th Semester, Elective
  • WiInf Bachelor 2010-V2013>Kernstudium >Pflichtbereich III: Wirtschaftsinformatik >Modul "Unternehmensmodellierung 1"3rd-4th Semester, Compulsory
WIWI‑C0525 - Lecture: Unternehmensmodellierung 1