Informationen für Schüler

Mit dem Start ins Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Dieser Schritt will gut überlegt sein und wirft deshalb viele Fragen auf: Ist ein Studium einer Ausbildung vorzuziehen? Was soll ich überhaupt studieren? Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bietet aus diesem Grund ein vielfältiges Angebot, um Schüler und Abiturienten zeitig über die Studiengänge BWL, VWL, Wirtschaftsinformatik und Informatik zu informieren.

Warum studieren?

Mit dem Abitur stehen alle Wege offen, eben auch der Zugang zur Hochschule und somit der höchsten anerkannten Bildungsinstanz. Jedes Jahr streben etwa 70% aller Abiturienten ein Hochschulstudium an (Quelle: Hochschul-Informations-GmbH). Mit gutem Grund: Ein Studium ist häufig die Voraussetzung, um innerhalb eines Unternehmens aufzusteigen und Führungspositionen zu übernehmen. Außerdem ist die Arbeitslosenquote ist bei Akademiker deutlich geringer als bei Menschen mit geringeren Qualifikationen. 

Abbildung zur Arbeitslosenquote 1991-2005; Quelle: Sozialpolitik aktuell

Was spricht dafür, ein Studium der Wirtschaftswissenschaften zu absolvieren?

Studiengänge im Bereich Wirtschaftswissenschaften ermöglichen das Lernen in einem sehr umfangreichen Themenfeld. Während ein Studium in Medizin oder Jura auf ein klar definiertes Berufsfeld vorbereitet, nämlich Arzt oder Anwalt, bietet der Bereich Wirtschaft eine Vielzahl an beruflichen Optionen. Ob selbstständiger Unternehmer, Steuerberater oder  IT-Consultant in einer Unternehmensberatung – die Studierenden brauchen sich nicht im Vorfeld festlegen, sie finden während des Studiums heraus, welche Fächer ihnen zusagen.

 

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Angebote der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften für Schüler:

SchülerInnen, die sich in der Oberstufe befinden, können schon zeitig an diversen Veranstaltungen der Fakultät teilnehmen und somit rechtzeitig herausfinden, ob ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik das Richtige ist.

Dazu folgender Überblick:

Probestudium: Das Probestudium wird in jedem Winterhalbjahr angeboten und bietet die Möglichkeit im Zeitraum von fünf bis sechs Wochen ein Mal pro Woche nachmittags Einführungsvorlesungen zu besuchen. Die Einführungsvorlesungen dauern in der Regel 90 Minuten. So lassen sich bereits Inhalte des Studiums, Lehrende und die Universität selbst kennenlernen. Darüber hinaus ist das Probestudium eine gute Möglichkeit, sich im Gespräch mit Lehrenden einen Gesamtüberblick übers Studium zu verschaffen und bereits Kontakte zu anderen Schülern zu knüpfen. Wer mindestens drei Mal an einer Probestudiums-Vorlesung teilnimmt, erhält ein Zertifikat der Fakultät.
Weitere Informationen zum Probestudium finden Sie hier.

Schülervorlesungen: Ist es möglich, schon während der Schulzeit zu studieren? Kein Problem! Einige Vorlesungen bzw. Veranstaltungen können bereits neben der Schule besucht werden. Bei Bestehen der Klausur wird die Prüfungsleistung zu Beginn des Studiums voll anerkannt. Schülervorlesungen werden sowohl im Wintersemester als auch im Sommersemester angeboten.
Das aktuelle Schülervorlesungsverzeichnis mit allen Veranstaltungen finden Sie hier.

Informatik-Forschungstag: Schulklassen haben an der Fakultät die Möglichkeit, einen ganzen Tag lang das Lehr- und Forschungsumfeld der Informatik zu entdecken. Vorlesungen, Seminare und Praktika erläutern den Aufbau eines informatischen Studiums und zeigen wie in der Informatik geforscht wird. Lehrer, die sich mit ihren Schulklassen für einen solchen Tag anmelden möchten, finden weitere Informationen hier.
 
WiWi-Schnuppertag: Schulklassen, die sich für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsinformatik interessieren, können sich ein maßgeschneidertes Programm für einen Schnuppertag zusammen stellen lassen. Wahlweise können die Schülerinnen und Schüler zusätzlich eine Vorlesung des Kernstudiums besuchen, eine Führung durch die Bibliothek erhalten oder mittags zu „Studierenden-Konditionen“ in die Mensa gehen. Professoren, Wissenschaftliche Mitarbeiter, Studentische Hilfskräfte und Studierende informieren über die Arbeit, Forschung und Lehre an der Fakultät. Die Besuche sind während des Semesters nach Terminabsprache jederzeit möglich. Lehrer melden sich zur Terminvereinbarung und Abstimmung des Programms bei Frau Iris Letmathe, Studiengangsmarketing & Fakultätskommunikation, unter der Rufnummer: 0201/183-2289 oder Email: iris.letmathe (at) uni-due.de
 
Schüler-Infotag: Im Januar eines jeden Jahres veranstaltet die Uni Duisburg-Essen einen Infotag für Schüler, an dem sich auch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften vorstellt und Einblicke in ein Wirtschaftsstudium (BWL, Informatik, VWL, Wirtschaftsinformatik) ermöglicht.
Viele Schulen in der Ruhrregion erteilen interessierten SchülerInnen an diesem Tag Unterrichtsfrei, sofern sie ihren Besuch nachweisen. Die Nachweise erhalten die Schülerinnen und Schüler am Campus Essen und am Campus Duisburg vor Ort.
Weitere Informationen zum Schüler-Infotag finden Sie hier.

 

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FAQ

Was steckt hinter dem Begriff „Bologna“?

1999 trafen sich im italienischen Städtchen Bologna 29 europäische Bildungsminister und beschlossen, bis 2010 einen weitestgehend einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Der Bologna-Prozess verfolgt drei Hauptziele: Die Abschlüsse der Studierenden sollen europaweit besser vergleichbar sein, die Mobilität der Studierenden soll gefördert werden und die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit soll verbessert werden. Damit dies möglich ist, wurden alle Universitäten dazu aufgerufen, u.a. folgende Umstellungen durchzuführen:
• ein zweistufiges System von Studienabschlüssen (konsekutive Studiengänge): Bachelor oder Bakkalaureus/Master oder Magister
• die Einführung des European Credit Transfer Systems (ECTS), ein Punktesystem für die erbrachten Leistungen

Was ist ein Bachelor- und was ein Masterstudium?

Der Bachelorstudiengang ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Das Bachelorstudium dauert drei Jahre oder sechs Semester und soll vorrangig wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermitteln. Das Masterstudium ist ein zweiter wissenschaftlicher Abschluss. Das Masterstudium dauert zwei bis vier Semester und schließt sich an ein grundständiges Studium an. Studienvoraussetzung ist ein Bachelor-Abschluss oder ein Abschluss in einem traditionellen, einstufigen akademischen Studiengang (Magister, Diplom).

Was sind European Credit Points und wie viele Credits muss ich während des Studiums sammeln?

Credit Points sind Leistungspunkte, mit denen der Arbeitsaufwand der Studierenden „gemessen“ wird. Sie entsprechen der durchschnittlichen Arbeitslast – dem „Workload“ – den ein Modul oder ein ganzes Studium erfordert. Ein Credit Point sind ca. 30 Arbeitsstunden. Nach dem European Credit Transfer System (ECTS) sollen pro Semester durchschnittlich 30 Leistungspunkte (LP, credit points) erworben werden. Bei einem Bachelor-Studium von sechs Semestern ergeben sich also 180 Credits Points. Während eines Master-Studiums in vier Semestern gilt es in der Regel 120 Credit Points zu erreichen.

Was bedeutet konsekutiv und was ist nicht-konsekutiv?

Konsekutiv bedeutet, ein gestuftes Studienmodell zu studieren, dass inhaltlich aufeinander aufbaut. Zunächst wird ein sechssemestriger Bachelorstudiengang absolviert und dann folgt in zweiter Stufe das Masterstudium. Für diverse Studiengänge Jura, Lehramt etc. braucht man beide Stufen. Nicht- konsekutive Masterstudiengänge sind Masterstudiengänge, die inhaltlich nicht auf dem vorangegangenen Bachelorstudiengang aufbauen.

Was ist ein Modul?

Ein Modul ist eine thematisch und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit, die sich aus verschiedenen Lehrveranstaltungen zusammensetzen kann. Es besteht nicht nur aus den zu besuchenden Veranstaltungen, sondern umfasst auch die zu erbringenden Studienleistungen (Prüfungen), die für die erfolgreiche Absolvierung eines Moduls notwendig sind.

Welche Studiengänge bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an?

Bachelorabschluss

• Angewandte Informatik – Systems Engineering B.Sc.

• Betriebswirtschaftslehre B.Sc.

• Volkswirtschaftslehre B.Sc.

• Wirtschaftsinformatik B.Sc.

 
Masterabschluss

• Angewandte Informatik – Systems Engineering M.Sc.

• Betriebswirtschaftslehre – Energiewirtschaft und Finanzwirtschaft M.Sc.

• Betriebswirtschaftslehre – Gesundheitsökonomik und Management im Gesundheitswesen M.Sc.

• Medizinmanagement M.A. für Mediziner und Gesundheitswissenschaftler

• Medizinmanagement für Wirtschaftswissenschaftler

• Volkswirtschaftslehre M.Sc.

• Wirtschaftsinformatik M.Sc.

 
Lehramtsstudiengänge

• Lehramt Informatik für Gymnasien und Gesamtschulen

• Sozial- und Wirtschaftswissenschaften für Gymnasien und Gesamthochschulen

• Berufliche Fachrichtung Wirtschaftswissenschaft in Verbindung mit einem Unterrichtsfach für   das Berufskolleg

• Berufliche Fachrichtung Wirtschaftswissenschaft in Verbindung mit speziellen beruflichen Fachrichtungen (Wirtschaftslehren) für das Berufskolleg

• Unterrichtsfach Wirtschaftslehre/Politik für das Berufskolleg Weiterbildung

• Virtueller Weiterbildungsstudiengang Wirtschaftsinformatik (M.Sc.; VAWI, in Kooperation mit der Universität Bamberg)

• Master of Science in Public Transport Management (M.Sc.; PTM/Management des öffentlichen Verkehrs) in Kooperation mit der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Abteilung Bauwissenschaften

 

Wie hoch ist der N.C. in den einzelnen Fächern?

Der N.C. (Numerus Clausus) wird in jedem Semester neu berechnet und ergibt sich aufgrund der aktuellen Voraussetzungen der einzelnen Bewerber. Aus diesem Grund ist er nur ein Richtwert und kann von Semester zu Semester leicht schwanken. Für den Beginn eines Studiums ist es zunächst wichtig zu wissen, ob für einen gewünschten Studiengang eine Bewerbung erforderlich ist oder ob man sich frei einschreiben kann. 
Ob ein Studiengang aktuell einem Zulassungs- oder Bewerbungsverfahren unterliegt, erfahren Sie hier

 

Muss ich Studiengebühren zahlen an der Uni Duisburg-Essen? 

Nein. Seit dem Wintersemester 2011/2012 werden keine Studiengebührenmehr erhoben.

 

 

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